Auf einen Blick

  • Das Exposé ist der erste Kontakt mit der Immobilie und sollte ansprechend gestaltet sein
  • Nutze insbesondere Online-Plattformen, um dort die Immobilie anzubieten
  • Zuletzt ist der Preis die wichtigste Stellschraube, um den Verkauf zu beschleunigen

Du stellst die Immobilie zum Verkauf und hoffst darauf, dass sich möglichst schnell ein Käufer findet. Du bist eventuell auf das Geld angewiesen, um es in ein neues Haus zu investieren.

Angesichts der oftmals erwähnten Wohnungsknappheit, besteht die berechtigte Hoffnung, dass sich der Verkaufsprozess nicht in die Länge zieht. Denn das Angebot an Immobilien ist knapp und die Nachfrage hoch.

Dennoch könnte es passieren, dass sich bei Dir keine Interessenten melden. Die Immobilie ist bereits seit einigen Monaten auf dem Markt, aber ein Verkauf noch in weiter Ferne. Woran könnte es liegen, dass der Immobilienverkauf so schleppend voranschreitet und welche Fehler beim Hausverkauf solltest Du vermeiden?

Jetzt kostenlos Deine Immobilie bewerten

Gib die Informationen ein und erhalte im Anschluss unverbindlich die Einschätzung des Immobilienwerts

Wenig attraktives Exposé

Das Exposé ist das Aushängeschild der Immobilie. Dort stellst Du Bilder zur Verfügung, die den besten Eindruck vermitteln und Lust darauf machen sollen, selbst in dem Haus zu leben. Mit dem Exposé verkaufst Du dementsprechend den Traum vom Eigenheim.

Ist das Inserat wenig attraktiv und einladend, nehmen Interessenten davon lieber Abstand. Denn der Immobilienkauf stellt eine Lebensaufgabe dar und Sie möchten sichergehen, dass das Objekt den eigenen Ansprüchen genügt.

Glaube daher nicht, dass der Hausverkauf praktisch wie von selbst gelingt. Investiere etwas Zeit in ein liebevoll gestaltetes Exposé. Dazu gehört, dass Du professionelle Bilder anfertigen lässt und die Beschreibung Lust darauf macht, sich das Haus selbst anzuschauen.

Präsentation der Immobilie
Präsentation der Immobilie

Mit der Immobilie verkaufst Du einen teuren Traum. Präsentiere das Haus im besten Zustand, sodass Interessenten sich eher davon angesprochen fühlen. Führe einfache Sanierungsarbeiten durch und lasse professionelle Bilder anfertigen, um die Nachfrage zu erhöhen.

Zur Grundlage gehört es auch, dass Du die Immobilie im besten Licht präsentierst. Führe eine Entrümpelung durch, investiere etwas Geld, um den Zustand zu verbessern und achte darauf, dass das gesamte Objekt einen gepflegten Eindruck hinterlässt.

Es könnte zwar zunächst mit einem finanziellen Aufwand einhergehen, doch am Ende lohnt sich die Investition. Bei Dir melden sich mehr Interessenten, sodass Du einen höheren Kaufpreis verlangen kannst und der Verkauf schneller abgeschlossen ist.

Fehlende Informationen

Das Exposé mit den ansprechenden Bildern und dem Text sollten einladen, sich näher mit dem Haus zu beschäftigen. Kaufinteressenten informieren sich über die weiteren Daten oder melden sich bei Dir, um mehr über die Immobilie zu erfahren. Ist die Informationslage allerdings ungenügend, sehen Interessenten von einem Kauf lieber ab und wenden sich anderen Häusern zu.

Um überhaupt in die engere Auswahl zu gelangen, solltest Du gewisse Daten über Deine Immobilie bereitstellen. Dazu gehören die Flächenangaben, Energieausweis, ein Grundriss sowie ein Überblick über das Grundbuch. Ebenso ist der Verkauf eines vermieteten Hauses für eine andere Käufergruppe attraktiv, weshalb Du angeben solltest, ob ein Mieter vorhanden ist.

Du musst diese Unterlagen nicht öffentlich zugänglich machen, sie aber so früh wie möglich selbst einholen, um sie ohne Verzögerung bereitzustellen. Kaufinteressenten erhalten ohne Wartezeit einen Einblick in die Immobilie. Dies dient als Entscheidungshilfe, ob ein Kauf realistisch erscheint.

Geringe Reichweite

Maßgeblich für die Nachfrage nach Deiner Immobilie ist, wo diese überall angepriesen wird. Je weniger Personen Du erreichst, die auf der Suche nach einem Einfamilienhaus sind, desto geringer sind die Chancen, einen Käufer zu finden.

Die Zeiten haben sich geändert und es reicht nicht mehr aus, einfach ein Schild vor dem Haus aufzustellen. Kaufinteressenten werden dies kaum mitbekommen oder die Zeit investieren, um in der entsprechenden Region nach zu verkaufenden Häusern zu suchen.

Mittlerweile gilt das Internet als erster Anlaufpunkt, um Kaufinteressenten anzusprechen. Du bereitest auf verschiedenen Portalen das Exposé[1]https://www.homeday.de/de/immobilienverkauf/expose-immobilien/ vor und stellst Deine Immobilie zum Verkauf. Möglicherweise lohnt es sich, etwas Geld für eine Premium-Mitgliedschaft auszugeben. Dadurch ergeben sich weitere Vorteile, die die Verkaufschancen erhöhen.

Versuche auch auf anderem Wege online, mögliche Käufer anzusprechen. Als effektiv erweisen sich hierfür kleinere Gruppen auf Facebook oder selbst eBay Kleinanzeigen. Der Immobilienmarkt ist heute vielfältig und Du solltest sämtliche Kanäle ausreizen, um Interessenten zu finden.

Ein Zeitungsinserat oder ein Schild vor dem Haus sind nicht mehr ausreichend und Du erreichst auf diese Weise kaum Personen. Selbst, wenn es für Dich nach einer größeren Herausforderung klingt, solltest Du Dich bei den gängigen Immobilienportalen einarbeiten und dort Dein Haus anbieten.

Bist Du dabei zu unsicher, könnte diese Arbeit ein Immobilienmakler für Dich übernehmen. Allerdings geht dieser mit höheren Kosten einher, welche Du beim Verkaufserlös berücksichtigen musst. Andernfalls bleibt natürlich der Hausverkauf ohne Makler als Option.

Ungünstige Finanzierungslage

Nicht immer liegt es in Deinem Verantwortungsbereich, wenn sich die Immobilie nicht verkaufen lässt. Es könnte auch an der aktuellen Finanzierungssituation und der Marktumgebung liegen. Der Immobilienboom ist vorüber und die Nachfrage sinkt.

Ursächlich hierfür könnte ein hoher Zinssatz der Baufinanzierung sein. Dieser ist vom Leitzins abhängig, welcher von der EZB festgelegt wird. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass je höher der Zins, desto teurer die Baufinanzierung ist.

Hoher Zinssatz
Hoher Zinssatz

Verkauft sich Deine Immobilie nicht, könnte dies an relativ hohen Zinsen der EZB liegen. Dadurch ist die Finanzierung teurer, weshalb weniger Interessenten sich das Haus leisten können.

Da das Fremdkapital einen hohen Anteil im Rahmen der Baufinanzierung einnimmt, könnten Kaufinteressenten gezwungen sein, noch einige Jahre die Ersparnisse aufzustocken, um ein geringeres Darlehen aufnehmen zu müssen. Sind die Zinskonditionen kaum attraktiv, geht die Nachfrage nach Immobilien zurück. Somit müsstest Du den Preis anpassen oder darauf hoffen, dass sich bald die Finanzierungslage wieder bessert.

Zu hoher Preis

Eine der größten Stellschrauben beim Hausverkauf ist der Preis. Je günstiger die Immobilie, desto eher finden sich Interessenten, die bereit sind, das Geld in die Hand zu nehmen. Schließlich handelt es sich hierbei nicht nur um eine Wohnfläche, sondern auch eine langfristige Investition. Ist der Verkaufspreis günstiger als der Verkehrswert, lohnt sich der Kauf als Absicherung im Alter oder um die Immobilie später wieder teurer zu verkaufen.

Lasse eine umfangreiche Immobilienbewertung durchführen, um einen realistischen Verkaufspreis zu erhalten. Ansprechpartner sind hierfür entweder Gutachter oder Makler, welche über einen breiten Erfahrungsschatz verfügen.

Bist Du auf einen möglichst schnellen Verkauf angewiesen, dann reduziere den Preis. Die Vermarktung fällt dadurch deutlich leichter und mehr Interessenten werden sich melden, um eine Finanzierung vorzunehmen. Vorteilhaft ist für Sie nicht nur die geringere Kaufsumme, sondern dass eine größere Sicherheit für den Kreditgeber besteht. Dies führt zu leicht günstigeren Zinsen, was in der langen Frist den Unterschied zwischen der Kaufentscheidung und der Absage ausmachen könnte.

Gründe, warum der Verkauf einer Immobilie nicht gelingt

In den vergangenen Jahren ist der Eindruck entstanden, dass Immobilien sich praktisch von selbst verkaufen. Interessenten melden sich noch bei jedem überteuerten Angebot in schlechter Lage und waren bereit, die hohen Preise zu zahlen. Verantwortlich war dafür maßgeblich die günstige Zinsumgebung, welche selbst eine 110% Finanzierung zugelassen hat.

Mittlerweile haben sich die Vorzeichen jedoch geändert. Die Zinsen sowie Materialkosten sind gestiegen, sodass eine Finanzierung für einen kleineren Kreis realistisch erscheint.

Lässt sich kein Interessent für Deine Immobilie finden, dann überprüfe, ob die Inserate ansprechend gestaltet und an den richtigen Stellen platziert sind. Hole Dir im Zweifel professionelle Unterstützung, damit das Haus im besten Licht erscheint.

Letztlich ist der Preis jedoch das ausschlaggebende Argument, um den Verkauf abzuschließen. Möchtest Du den Immobilienverkauf baldmöglichst abschließen, dann reduziere den Verkaufspreis, um einen Kaufinteressenten zu finden.

Häufige Fragen

Wenn ein Haus nicht verkauft werden kann, solltest Du mögliche Gründe dafür untersuchen. Überprüfe den Zustand des Hauses und achte auf mögliche Mängel. Eventuell musst Du den Preis anpassen, um wettbewerbsfähiger zu sein. Überlege, ob eine bessere Vermarktung oder professionelle Bilder helfen könnten. Vielleicht liegt das Problem auch an der Lage des Hauses oder der aktuellen Marktlage. Konsultiere einen Immobilienmakler für weitere Beratung und mögliche Lösungsansätze, um das Haus erfolgreich zu verkaufen.

Wenn ein Makler es nicht schafft, das Haus zu verkaufen, solltest Du verschiedene Schritte unternehmen. Zunächst könntest Du die Gründe für den Misserfolg analysieren und gegebenenfalls mit dem Makler darüber sprechen. Es könnte hilfreich sein, das Haus auf seine Attraktivität zu überprüfen und gegebenenfalls den Verkaufspreis anzupassen. Du könntest auch eine andere Marketingstrategie in Erwägung ziehen oder einen anderen Makler hinzuziehen, um neue Impulse zu setzen und den Verkaufserfolg zu verbessern.

Um ein Haus schnell zu verkaufen, kannst Du mehrere Maßnahmen ergreifen. Beginne mit einer gründlichen Vorbereitung und sorge dafür, dass das Haus in einem guten Zustand ist. Ein ansprechendes Erscheinungsbild und hochwertige Fotos sind wichtig für die Vermarktung. Setze den Verkaufspreis realistisch an, um potenzielle Käufer anzuziehen. Nutze verschiedene Werbekanäle, wie Online-Inserate und soziale Medien, um die Reichweite zu erhöhen. Arbeite mit einem erfahrenen Immobilienmakler zusammen, um professionelle Unterstützung und Beratung zu erhalten.

Wenn nur einer das Haus verkaufen möchte, ist es wichtig, die Situation gemeinsam zu besprechen und eine einvernehmliche Entscheidung zu treffen. Klärt zunächst die Gründe und Bedenken des anderen, um ein besseres Verständnis zu erhalten. Gegebenenfalls könnt ihr einen Kompromiss finden oder externe Unterstützung, wie einen Mediator, hinzuziehen, um Konflikte zu lösen. Eine offene und respektvolle Kommunikation ist entscheidend, um eine für beide Parteien zufriedenstellende Lösung zu finden.

Weiterführende Links[+]

Sebastian Jacobitz

Jetzt für den Wohnora Newsletter eintragen

2 Kommentare

  1. Ich stehe kurz vor dem Verkauf unseres Hauses und habe ihren Artikel gelesen, welcher mir etwas auf die Sprünge geholfen hat und denke, dass eine einvernehmliche Entscheidung immer die beste Option ist, um unnötige Kosten und Streitigkeiten zu vermeiden. Ich schätze auch die Tipps, wie man mit dem anderen Partner kommunizieren und einen Kompromiss finden kann. Ich würde gerne mehr über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen erfahren, wie z. B. Schenkung, Auszahlung oder Realteilung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert