Auf einen Blick

  • Das Eigenkapital dient dem Kreditgeber als Sicherheitsleistung für die Baufinanzierung
  • Für gewöhnlich zählen die Ersparnisse auf dem Konto als Eigenkapital
  • Zusätzlich könnten auch handwerkliche Eigenleistungen als Eigenkapital zählen

Das Eigenkapital ist eine entscheidende Variabel für den Hauskauf. Es dient als Sicherheit für den Kreditgeber und beschreibt den eigenen finanziell eingebrachten Anteil an der Finanzierung.

Je nach aktuellem Zinsniveau und der Bonität sind unterschiedliche Höhen des Eigenkapitals denkbar. Sind die Bauzinsen niedrig und die Kreditwürdigkeit hoch, ist eine Finanzierung ohne Eigenkapital möglich. Inklusive der Nebenkosten wird dies als 110% Finanzierung bezeichnet.

Sind die Bauzinsen jedoch höher oder die Bonität weist Lücken auf, verlangen Kreditgeber einen höheren Anteil an Eigenkapital. Dieses dient als Sicherheit, sollte es zu einem Zahlungsausfall kommen.

Doch was genau zählt als Eigenkapital und wird von der Bank als Sicherheit gewertet?

Das zählt als Eigenkapital beim Hauskauf

Das Eigenkapital ist gleichzusetzen mit den finanziellen Mitteln, die Du selbst beim Hauskauf einbringst. Dabei handelt es sich also um Geld, welches Dir neben dem Fremdkapital[1]https://www.sumup.com/de-de/rechnungen/lexikon/fremdkapital/ zur Verfügung steht. Das Guthaben wendest Du für die Hausfinanzierung auf und reduzierst dadurch die Kredithöhe.

Für die Baufinanzierung ist nicht erforderlich, dass das Eigenkapital in Form von Bargeld vorliegt. Dies ist verständlich, denn mit Bargeld in fünf- oder sechsstelliger Höhe möchtest Du wahrscheinlich nicht vor die Tür gehen. Daher kann das Eigenkapital auf den verschiedensten Wegen bereitstehen. Wichtig hierfür ist, dass es sich um liquides Kapital handelt, welches Du unmittelbar in die Finanzierung einbringen kannst.

Verfügbares Sparvermögen
Verfügbares Kapital

Das Eigenkapital stellt das Vermögen dar, welches Du bei der Immobilienfinanzierung selbst einbringst. Dies könnten Sparguthaben auf Deinen Konten oder von Finanzanlagen sein. Wichtig ist, dass diese liquide und im Rahmen der Finanzierung abrufbar sind. Auch abbezahlten Immobilien oder andere Wertgegenstände könnten zum Eigenkapital zählen, da diese die Sicherheit des Kreditgebers erhöhen.

Das Eigenkapital beschreibt das Guthaben, über welches Du auf Deinen Konten verfügst. Es muss liquide und darf nicht gebunden sein. Somit kannst Du es problemlos für die Baufinanzierung verwenden.

Zum Eigenkapital zählt daher das Guthaben, welches auf Deinem Girokonto vorhanden ist. Auch das Geld auf dem Tagesgeldkonto ist kurzfristig abrufbar. Gleiches gilt üblicherweise für eigene Anlagen in ETFs oder Aktien. Diese kannst Du beim Broker auflösen und innerhalb eines Tages das Guthaben auf eines Deiner Konten überweisen.

Als Eigenkapital im weiteren Sinne, also zu Deinem Wertvermögen, gehören auch eine abbezahlte Immobilie oder ein Grundstück. Ebenso Wertgegenstände, die Du veräußern könntest.

Liquides Eigenkapital versus Sicherheiten

Du erkennst, dass der Begriff des Eigenkapitals weiter gefasst werden kann, als lediglich das Guthaben, welches sich auf Deinen Girokonten befindet. Dies mag zwar direkt für die Baufinanzierung bereitstehen, doch auch die Sicherheiten sind für den Kreditgeber von Bedeutung.

Als Eigenkapital, welches Du direkt für die Baufinanzierung verwenden kannst, gelten folgende Kapitalvermögen:

  • Bargeld
  • Guthaben auf Giro- oder Tagesgeldkonto
  • Anlagen in Aktien oder Fonds
  • Zuteilungsreifer Bausparvertrag
  • Fördermittel der KfW
  • Darlehen Freunden oder Familie

Im weiteren Sinne zu den Sicherheiten, welche sich positiv auf Deine Kreditwürdigkeit auswirken und damit auch indirekt als Eigenkapital zählen, gelten folgende Wertvermögen:

  • Abbezahltes Grundstück
  • Abbezahlte Immobilie
  • Wertgegenstände

Bei den Wertgegenständen ist zu beachten, dass diese keinem Wertverlust unterlegen sein sollten. Ein teures, modernes Auto mag zwar einen höheren Wert besitzen, dieser fällt allerdings für gewöhnlich mit der Benutzung innerhalb der ersten Jahre deutlich.

Anders sieht es hingegen bei gut gepflegten Oldtimern aus, welche im Wert stabil bleiben oder sogar eine Steigerung erfahren. Auch Edelmetalle, Münzen oder Kunstgegenstände zählen zu den Wertgegenständen. Somit dienen sie als Sicherheit und könnten im Falle einer mangelnden Liquidität veräußert werden.

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Bedeutung des Eigenkapitals

Das Eigenkapital ist einer der wichtigsten Bausteine der Immobilienfinanzierung. Je mehr Eigenkapital vorhanden ist, desto sicherer ist das gesamte Vorhaben. Es erlaubt Dir entweder eine kostspieligere Immobilie zu finanzieren, den Finanzierungsaufwand zu senken oder einen höheren Notgroschen aufzubauen. Dadurch sinken die Sorgen, falls es mal zu einem finanziellen Engpass kommen sollte oder Umbaumaßnahmen anstehen. Anstatt eines Sanierungskredits greifst Du auf Deine Rücklagen zu und bist dadurch unabhängig vom Kreditgeber.

Des Weiteren signalisiert das Eigenkapital, dass Deine Kreditwürdigkeit keine Schwächen aufweist. Du giltst als vertrauenswürdig und die Finanzierung steht auf sicheren Beinen. Der Kreditgeber gewährt Dir im Gegenzug einen niedrigeren Sollzins. Die Finanzierungskosten sinken und es ist Dir möglich, das Haus schneller abzubezahlen. Mit dem hier bereitgestellten Tilgungsrechner erfährst Du genau, wie lange die Finanzierung andauert, falls Du die Rückzahlungssumme veränderst.

Zwangsversteigerung
Sicherheit für den Kreditgeber

Zwar findet eine umfangreiche Bonitätsprüfung statt, doch geht die Finanzierung weiterhin mit einem gewissen Risiko einher. Sicherer ist es für den Kreditgeber, wenn Du selbst Eigenkapital einbringst und damit einen Teil des Immobilienwertes selbst trägst. Sollte es zu einem Zahlungsausfall kommen, ist der Schaden geringer und die Wahrscheinlichkeit höher, diesen komplett im Zuge einer Zwangsversteigerung ersetzt zu bekommen. Ein höherer Eigenkapitalanteil führt demnach zu günstigeren Kreditkonditionen und reduzieren den Finanzierungsaufwand.

Im Rahmen der Immobilienfinanzierung gelten Höhen des Eigenkapitals von 10 bis 30% als üblich. Ein Kauf des Hauses ohne Eigenkapital ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Beachte, dass sich dies rein auf den Kaufpreis bezieht. Hinzu kommen noch die Nebenkosten, die mit dem Kauf in Verbindung stehen. Diese betragen grob nochmals 10 bis 20%, welche Du aus eigener Tasche bedienen solltest.

Sei Dir also bewusst, dass es Vorteile mit sich bringt, das Eigenkapital beim Hauskauf einzubringen. Das Haus ist schneller abbezahlt und die Kosten sinken. Allerdings könnte eine längere Ansparphase vorausgehen, um das entsprechende Eigenkapital zu erbringen.

Was zählt beim Immobilienkauf als Eigenkapital

Die Immobilienfinanzierung setzt sich aus dem Eigenkapitalanteil sowie dem Fremdkapital zusammen. Während das Eigenkapital auf Sparleistungen Deinerseits zurückgeht, wird das Fremdkapital vom Kreditgeber bereitgestellt.

Um günstigere Konditionen zu erhalten und eine höhere Sicherheit beim Hausbau zu erhalten, ist das Eigenkapital maßgeblich. Es beschreibt Dein verfügbares Vermögen, welches Du für den Immobilienkauf einbringen kannst.

Zum Eigenkapital beim Hauskauf zählen die Guthaben auf Deinen Konten, Anteile an ETFs sowie Aktien oder ein zuteilungsreifer Bausparvertrag. Auch sonstige Vermögensgegenstände, wie eine vorhandene Immobilie oder ein Grundstück, werden zum Eigenkapital gerechnet.

Je mehr Eigenkapital Du einbringst, desto höher ist die Sicherheit für den Kreditgeber. Dadurch erhältst Du günstigere Konditionen und die gesamte Finanzierung ist mit weniger Aufwand zu stemmen.

Sei Dir bewusst, was alles zum Eigenkapital zählt und beginne früh mit dem Sparen. So legst Du die Grundlage für eine gelungene Finanzierung der Immobilie. Nutzen den Baufinanzierungsrechner, um genauer den Einfluss des Eigenkapitals zu erkennen.

Häufige Fragen

Zum Eigenkapital zählt sämtliches liquides, aber teilweise auch illiquides Vermögen. Dazu gehört vorzugsweise das Guthaben auf den Konten sowie Aktien und Fondsanteile. Aber auch ein zuteilungsreifer Bausparvertrag, abbezahlte Immobilien sowie Eigenleistungen beim Hausbau können als Eigenkapital gelten.

Als Eigenleistungen gelten sämtliche Arbeiten, die selbst oder von Freunden sowie Verwandten erbracht werden. Diese führen die Leistungen ohne eine finanzielle Gegenleistung durch, sodass eine große Kostenersparnis vorzuweisen ist.

Eine abbezahlte Immobilie zählt zum Eigenkapital. Sie ist zwar nicht unmittelbar liquide, aber erhöht die Sicherheit für den Kreditgeber. Daher wird sie zum Eigenkapital zugerechnet.

Ein Bausparvertrag wird dann zum Eigenkapital hinzugerechnet, wenn dieser zuteilungsreif ist und Du somit über das Bausparguthaben verfügen kannst. Andernfalls besitzt Du darauf noch keinen Zugriff, sodass es nicht als Eigenkapital anzusehen ist.

Weiterführende Links[+]

Sebastian Jacobitz

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