Auf einen Blick

  • Die hohe Feuchtigkeit schädigt die Bausubstanz und führt zu einem höheren Schimmelrisiko
  • Ursächlich sind häufig Baumängel sowie kalte Außenwände, die zur Bildung von Kondensfeuchtigkeit führen
  • Gegen den feuchten Keller helfen Sanierungsmaßnahmen, ein häufigeres Lüften sowie der Einsatz von Trocknungsgeräten

Das Raumklima ist bedeutsam für das eigene Wohlbefinden und die Gesundheit. Es darf weder zu warm, noch zu feucht in den Räumen sein, damit eine angenehme Atmosphäre herrscht. Besteht eine zu hohe Luftfeuchtigkeit, greift dies die Bausubstanz an[1]https://www.inventer.de/wissen/luftqualitaet-gesundheit/luftfeuchtigkeit-in-wohnraeumen/ und fördert die Schimmelbildung. Damit geht ein gesundheitliches Risiko und eine nachhaltige Belastung der Atemwege einher.

Nicht nur in den Wohnräumen ist die Kontrolle der Feuchtigkeit wichtig. Auch im Keller musst Du darauf achten, dass bestimmte Grenzwerte nicht überschritten werden. Denn wenngleich Du diese Räume seltener nutzt, könnten sich von dort Schäden sowie Schimmelsporen ausbreiten.

Wie hoch darf die Feuchtigkeit im Keller maximal sein und wie bekommst Du die Probleme in den Griff? Befolge die nachstehenden Tipps, damit das Raumklima auch im Keller sich auf einem gesunden Niveau bewegt.

Hohe Feuchtigkeitswerte im Keller

Der Luftaustausch ist innerhalb der Räume eingeschränkt. Durch den Eintrag von Feuchtigkeit und der Nutzung des Kellers steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Dies magst Du nicht unmittelbar feststellen, doch es geht mit einigen Problemen einher.

Auswirkungen der Feuchtigkeit

Die Feuchtigkeit im Keller schädigt die Bausubstanz. Wirkt über Jahre und Jahrzehnte die Feuchtigkeit auf die Kellerwände ein, verlieren diese an Struktur. Die Stabilität leidet und Schäden treten auf, die die Statik des gesamten Hauses beeinträchtigen. Eine Sanierung des Mauerwerks ist mit hohen Kosten sowie einem enormen Aufwand verbunden.

Schäden & Schimmel

Die höhere Feuchtigkeit im Keller mag Dich zunächst nicht persönlich beeinträchtigen. Doch mit der Zeit sind die Auswirkungen deutlich zu spüren. Die Bausubstanz leidet unter der Feuchtigkeit und Schimmelsporen könnten sich im gesamten Gebäude ausbreiten. Daher ist eine frühzeitige Beseitigung des Problems erforderlich, um solch schwerwiegende Folgen zu verhindern.

Eher noch als die Schäden innerhalb der Bausubstanz bemerkst Du die Ausbreitung des Schimmels. Denn in der feuchten Umgebung fühlen sich die Schimmelsporen wohl. Sie setzen sich auf Wänden ab und breiten sich von dort aus. Auf diese Weise gelangen sie auch in die oberen Wohnräume, wo sie sich vorzugsweise im Badezimmer oder der Küche festsetzen.

Gefährlich ist der Schimmel auch für die Lagerung von Möbelstücken oder anderen Gegenständen im Keller. Denn auch dort befinden sich die Sporen und üben einen schädlichen Einfluss auf Deine Gesundheit aus. Damit die Nutzung der Kellerräume keine Gefahr darstellt, musst Du stets die Feuchtigkeit kontrollieren.

Grenzwerte der relativen Luftfeuchtigkeit im Keller

In Wohnräumen gilt die Empfehlung, dass die relative Luftfeuchtigkeit unter einem Wert von 55% bleibt. Dies erweist sich als angenehm und die Feuchtigkeit stellt keine Gefahr für die Räume dar.

Im Keller darf die Feuchtigkeit etwas höher liegen. Du hältst Dich dort nicht dauerhaft auf und es ist kaum möglich, solch strenge Grenzen einzuhalten. Hier gilt eine relative Luftfeuchtigkeit von weniger als 60% erstrebenswert.

Miss die Feuchtigkeit im Keller, indem Du ein Hygrometer einsetzt. Mit diesem ist eine genaue Bestimmung des Wertes möglich. Erscheinen Dir die Kellerwände besonders feucht, steht hierfür ein eigenes Messinstrument zur Verfügung. Gehe über verschiedene Stellen, um einen genauen Überblick über die Feuchtigkeit zu erhalten.

Wird die Grenze von 60% deutlich überschritten, solltest Du Maßnahmen ergreifen, um die Kellerfeuchtigkeit zu verringern. Andernfalls sind Schäden am Mauerwerk sowie eine Schimmelbildung zu erwarten.

Ursachen des feuchten Kellers

Weshalb tritt die Feuchtigkeit im Keller stärker in Erscheinung? Die folgenden Gründe sind für die Probleme mit dem Wasser verantwortlich.

Kalte Außenwände

In der Luft ist stets ein Anteil an Wasserdampf gelöst. Selbst, wenn die relative Luftfeuchtigkeit niedrig ist, befinden sich in der Luft geringe Mengen an Wasser.

Wärmere Luft ist in der Lage, mehr Feuchtigkeit aufzunehmen. Daher gibt die relative Luftfeuchtigkeit nicht die absolute Wassermenge in der Luft an, sondern bezieht sich auf die vorherrschende Temperatur.

Kondensfeuchte an den Wänden

Kältere Luft besitzt eine begrenzte Kapazität zur Aufnahme der Feuchtigkeit. Kühlt sich die Luft im Keller an den Außenwänden ab, droht dort die Entstehung einer Kondensfeuchtigkeit. Die Wände sind dauerhaft feucht und Schäden sind zu befürchten.

Sind die Außenwände kühler, ist die umliegende Luft weniger fähig, die Feuchtigkeit aufzunehmen. Sie kondensiert vorzugsweise an den Fenstern oder lagert sich an den Wänden ab. Je höher der Unterschied der Raumtemperatur zur Außentemperatur, desto stärker tritt die Kondensfeuchte in Erscheinung. Sie bietet dem Schimmelpilz eine ideale Grundlage, weshalb insbesondere am Fenster eine größere Vorsicht geboten ist.

Mangelhafte Abdichtung

Der Keller liegt unterhalb des Erdniveaus, weshalb es natürlich ist, dass das Wasser bei einem Gefälle dort eindringt. Nach Regenfällen würde die Feuchtigkeit sowohl in das Erdreich als auch den Keller dringen. Um dies zu verhindern, ist eine umfassende Abdichtung erforderlich. Diese schützt das Mauerwerk vor der Feuchtigkeit im Mauerwerk.

Ist die Abdichtung nicht fachgerecht durchgeführt oder weist Mängel auf, dringt die Feuchtigkeit der umliegenden Erde in das Mauerwerk ein. Von dort arbeitet sie sich bis in den Keller vor.

Noch gefährlicher ist die kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. Denn vom Keller zieht sich die Nässe über das Mauerwerk bis in die höher liegenden Stockwerke. So sind nicht nur die Kellerwände feucht, sondern auch die Wände im Erdgeschoss oder ersten Stockwerk. Eine sorgsame Abdichtung des Kellers betrifft demnach das gesamte Gebäude.

Wasserschaden

Möglich ist auch, dass ein Wasserschaden zu einem Eindringen der Nässe im Keller führte. Ein beschädigtes Rohr oder undichte Stellen des Daches sorgen dafür, dass das Wasser sich im Keller ansammelt. Dort bleibt der Schaden zunächst unbemerkt und erst, wenn sichtbare Spuren auftreten, beginnst Du zu handeln.

Eine solche Kellersanierung geht mit hohen Kosten einher. Finde daher frühzeitig die Ursache heraus und behebe das Problem, bevor die gesamte Bausubstanz angegriffen ist. Dadurch ist der Keller schneller wieder trocken und ohne Einschränkungen nutzbar.

Maßnahmen gegen einen feuchten Keller

Um eine dauerhafte Verbesserung zu erzielen, musst Du die Ursache des feuchten Kellers herausfinden. Anschließend sind die folgenden Maßnahmen möglich, um die Feuchtigkeit in den Kellerräumen zu verringern.

Trocknungsgeräte

Als Sofortmaßnahme bietet sich der Einsatz von Trocknungsgeräten an. Diese sind zunächst dauerhaft im Einsatz und entziehen der Raumluft die Feuchtigkeit. Sie sammelt sich in den Geräten an, sodass Du regelmäßig den Behälter mit dem Kondenswasser entleeren musst.

Lasse die Bautrockner so lange wie möglich laufen, damit diese effektiv ihre Aufgabe erfüllen. Sie mögen zwar mit einer Geräuschbelastung einhergehen, doch musst Du dies aushalten, um die Feuchtigkeit im Keller zu reduzieren.

Meist erfolgt das Aufstellen durch eine Fachfirma. Wende Dich daher an Experten, falls Du einen Wasserschaden im Keller feststellst. Diese installieren die Trocknungsgeräte und weisen Dich in die Nutzung ein.

Luftfeuchtigkeit verringern

Zudem gilt es bestimmte Grundregeln zu beachten, damit die relative Luftfeuchtigkeit im Keller unter 60% verbleibt. So kannst Du verhindern, dass sich die Kondensfeuchte an den Fenstern absetzt und dort der Schimmelpilz auftritt.

Als wichtigste Maßnahme gilt das regelmäßige Lüften im Keller. Führe ein Stoßlüften aus, um frische, trockenere Luft in den Keller zu lassen. Öffne hierzu die Fenster in mehreren Räumen, damit ein Durchzug entsteht. Dies ist wesentlich effektiver als ständig ein Fenster gekippt zu lassen.

Stoßlüften und heizen

Die Maßnahmen zur Verringerung der Luftfeuchtigkeit sind begrenzt. Ein Fenster hilft, um mit einem Stoßlüften die Feuchtigkeit aus dem Raum zu lassen. Auch das Heizen hilft, da die wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt.

Des Weiteren musst Du auch die Temperatur im Keller im Blick behalten. Kühlt dieser zu stark aus, steigt die relative Luftfeuchtigkeit an, da die kalte Luft nur in geringerem Umfang in der Lage ist, den Wasserdampf aufzunehmen. Wärme den Keller und heize dort, um die relative Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

Zudem gilt es auch die Nutzung zu überprüfen. Trocknest Du im Keller Deine Wäsche oder stehen dort einige Pflanzen, trägt dies zur Feuchtigkeitsbildung bei. Verlagere die Tätigkeiten auf andere Räume, damit sich das Wasser nicht im Keller ansammelt.

Erneuerung der Abdichtung

Haben die bisherigen Maßnahmen keinen Erfolg gebracht, sind umfangreiche bauliche Maßnahmen erforderlich. Eine Kellersanierung ist durchzuführen, bei welchem die Abdichtung erneuert wird. Dies betrifft sowohl die Außenabdichtung als auch eine Horizontalsperre, welche das Aufsteigen der Feuchtigkeit in den Wänden verhindert.

Wende Dich an Fachleute, um die entsprechenden Sanierungsarbeiten[2]https://www.remmers.com/de/kellersanierung abzuklären. Gutachter können beurteilen, weshalb die Feuchtigkeit im Keller entsteht und welche Arbeiten durchzuführen sind.

Da die Sanierung mit hohen Kosten einhergeht, könntest Du einen langfristigen Umbaukredit aufnehmen. Mit diesem erhältst Du ausreichend Kapital und musst nicht auf Deine eigenen Ersparnisse zurückgreifen.

Feuchtigkeit im Keller

Aufgrund der Lage unter dem Erdniveau und den begrenzten Möglichkeiten zum Lüften sowie Heizen, ist der Keller prädestiniert dafür, dass sich dort Feuchtigkeit ansammelt. Diese dringt entweder von außen über eine mangelhafte Dichtung ein oder entsteht aufgrund einer Kondensation an den Wänden.

Hausbesitzer müssen dieses Problem ernst nehmen. Denn auch, wenn der Keller nur wenig genutzt wird, greift die Feuchte die Bausubstanz an und fördert eine Ausbreitung der Schimmelsporen.

Reduziere die Luftfeuchtigkeit und führe Sanierungsarbeiten durch, damit der feuchte Keller kein Problem mehr darstellt. Je eher Du Dich dem Problem stellst, desto zügiger verhinderst Du größere Folgeschäden.

Häufige Fragen

Wenn Dein Keller feucht ist, solltest Du zunächst die Ursache für das Problem ermitteln. Überprüfe, ob es undichte Stellen in den Wänden oder am Fundament gibt. Stelle sicher, dass die Regenabflüsse nicht in die Nähe des Kellers führen. Verbessere die Belüftung, um Kondensation zu reduzieren. Nutze gegebenenfalls Entfeuchter oder Ventilatoren. Falls das Problem schwerwiegender ist, ziehe einen Experten hinzu, um die passende Lösung zu finden und Schäden zu vermeiden.

Wenn Dein Keller feucht ist, kann das langfristig zu ernsthaften Problemen führen. Feuchtigkeit begünstigt Schimmelbildung, was gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann. Zudem können feuchte Wände und Fundamente strukturelle Schäden verursachen. Es ist ratsam, das Problem so früh wie möglich zu beheben, um größere Schäden zu vermeiden. Eine angemessene Abdichtung, verbesserte Belüftung und gegebenenfalls der Einsatz von Entfeuchtern können helfen, die Feuchtigkeit zu reduzieren und den Keller trocken zu halten.

Mit einem feuchten Keller zu leben, kann langfristig problematisch sein. Feuchtigkeit begünstigt die Bildung von Schimmel, der gesundheitsschädlich ist. Zudem können feuchte Wände und Fundamente strukturelle Schäden verursachen. Es ist ratsam, das Problem frühzeitig zu beheben, um größere Schäden zu vermeiden. Eine angemessene Abdichtung, verbesserte Belüftung und gegebenenfalls der Einsatz von Entfeuchtern können helfen, die Feuchtigkeit zu reduzieren und den Keller trocken zu halten. So schaffst Du eine sicherere und gesündere Umgebung.

Um einen feuchten Keller zu sanieren, ist es wichtig, zunächst die Ursache für die Feuchtigkeit zu ermitteln. Überprüfe, ob es undichte Stellen an Wänden oder am Fundament gibt. Beseitige diese und verbessere die Belüftung, um Kondensation zu reduzieren. Abdichtungsmaßnahmen, wie das Anbringen von speziellen Dichtungsmaterialien an den betroffenen Stellen, können hilfreich sein. Gegebenenfalls sollten Entfeuchter oder Ventilatoren eingesetzt werden. Wenn das Problem komplex ist, ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, um die optimale Sanierungsstrategie zu entwickeln.

Sebastian Jacobitz

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