Für die Planung eines Hauses oder zur Überprüfung der Mietkosten ist die Berechnung der Wohnfläche wesentlich. Denn die Fläche stellt die Grundlage des Mietvertrages dar und darauf bezieht sich die monatliche Abgabe.

Eigentlich sollte die Berechnung der Wohnfläche keine größere Herausforderung darstellen. Denn es sind jeweils nur die Abmaße der Räume zu betrachten und daraus ergibt sich die Fläche.

Doch Unstimmigkeiten könnten auftreten, falls Dachschrägen oder Terrassen vorhanden sind, die eventuell nicht vollständig in die Wohnfläche einfließen. Nutze diesen Wohnflächenrechner, um die genaue Quadratmeter Anzahl herauszufinden, für welche Du die Miete bezahlen musst. Durch eine Überprüfung lässt sich womöglich belegen, dass Deine Miete zu hoch ausfällt, sodass Du zukünftig weniger zahlen musst.

Wohnflächenrechner

Berechnung Wohnfläche

m
m
Prozent

Wohnfläche

Sending

Anleitung des Wohnflächenrechners

Die Benutzung des Wohnflächenrechners ist denkbar einfach. Du gibst für jeden Raum jeweils die Länge und Breite an. Daraus ergibt sich die Grundfläche des rechteckigen Raumes. Sind andere Formen vorhanden, sodass eine Berechnung aus Länge und Breite nicht zielführend ist, musst Du diese gesondert eintragen.

Je nach Art des Zimmers bzw. der Fläche ergibt sich daraus der Anteil für die Wohnfläche. Denn bestimmte Bereiche der Wohnung fließen nicht zu 100% ein, sondern nur zu einem geringeren Anteil. Dies bezieht sich zum Beispiel auf den Balkon oder die Terrasse.

Benutzung des Wohnflächenrechners

Für die Berechnung der Wohnfläche gibst Du jeweils die Art des Raumes sowie dessen Abmessung und Raumhöhe ein. Daraus ergibt sich die jeweilige Fläche und der Anteil, zu welchem er in die Wohnfläche einfließt. Ist der Raum nicht rechteckig, dann trage die Quadratmeterzahl gesondert ein.

Zudem ist die Raumhöhe zu beachten. Denn liegt diese bei unter 2m, fließt der Raum ebenfalls nicht zu 100% in die Berechnung ein. Er gilt dann nicht mehr als uneingeschränkt nutzbar, sodass die Fläche anteilig einfließt.

Aus den bereitgestellten Angaben ergibt sich die Wohnfläche. Prüfe, ob diese mit den Angaben aus Deinem Mietvertrag identisch ist. Treten Abweichungen auf, dann führe selbst Vermessungen in der Wohnung durch. Besteht ein Potenzial zur Kürzung der Miete, solltest Du die Angelegenheit mit einem Profi abklären. Hierfür könntest Du den Mietschutzbund aufsuchen, welcher Dich beratend unterstützt.

Bedeutung der Wohnfläche

Für Deine realen Gegebenheiten ist es nicht wesentlich, wie hoch die Wohnfläche tatsächlich ausfällt. Denn aus der Berechnung verändert sich die Gestaltung der Wohnung nicht. Dennoch ist die Angabe der Wohnfläche für unterschiedliche Zwecke von Bedeutung.

  • Mietvertrag

Im Mietvertrag ist üblicherweise ein Preis pro m² vereinbart. Du führst keinen pauschalen Betrag für die Wohnung ab, sondern die Miete bezieht sich auf die Wohnfläche. Ergibt sich eine Abweichung aus den Angaben im Mietvertrag und der tatsächlich vorliegenden Wohnfläche, ist eine Anpassung der Zahlung möglich[1]https://www.test.de/Wohnungsgroesse-Nachmessen-kann-bares-Geld-bringen-5231810-0/ . Durch diesen Sachverhalt sparst Du einiges an Geld und Dir steht monatlich ein größeres Budget zur Verfügung.

  • Kauf oder Verkauf von Immobilien

Bist Du auf der Suche nach einer Immobilie, ist die Wohnfläche eine wichtige Kennzahl. Denn je größer die Nutzfläche, desto mehr Platz steht Dir zur Verfügung. Dies ist insbesondere für Familien wichtig, die weiteren Nachwuchs planen und eine größere Immobilie bevorzugen. Die Wohnfläche gehört daher zu einer der grundlegenden Angaben für den Kauf oder Verkauf einer Immobilie.

  • Behördliche Anträge

Für die Finanzierung sowie der Durchführung eines Neubaus ist die Wohnfläche ebenso von Bedeutung. Du musst sie bei einigen Behördenanträgen angeben. Ohne die Angabe der Wohnfläche würde keine Baugenehmigung erfolgen.

  • Berechnung der Grundsteuer

Auch für steuerliche Aspekte stellt die Wohnfläche häufig die Grundlage dar. Sie fließt zur Berechnung der Grundsteuer ein und ist dort anzugeben. Je höher die Wohnfläche, desto kostspieliger fällt die Grundsteuer aus.

Anteilige Berechnung der Wohnfläche

Gewöhnliche Räume fließen zu 100% in die Berechnung der Wohnfläche ein. Du kannst sie ohne Einschränkung nutzen und sie als Wohnräume betrachten. Doch nicht für alle Bereiche trifft dies zu. Unter Umständen fließen die Räume oder Bereiche nicht zu 100% ein, wenn diese Bedingungen vorliegen.

Niedrige Raumhöhe

Um Dich wohl in den Räumen zu fühlen und diese ohne Einschränkung als Wohnfläche zu nutzen, müssen sie eine bestimmte Raumhöhe aufweisen. Erst ab einer Höhe von 2 Metern fließen sie zu 100% in die Wohnflächenberechnung ein.

Zwischen 1 und 2 Meter beträgt der Anteil lediglich 50%. Dies ist in Räumen zu beachten, die über Dachschrägen verfügen. Liegt dort eine Höhe von weniger als 2 Metern vor, dürfen diese Bereiche nur zu maximal 50% zur Wohnfläche zählen. Hier treten oftmals Abweichungen auf, die zu einer zu hohen Wohnfläche führen.

Ist die Raumhöhe gar niedriger als 1 Meter, zählt diese Fläche nicht zur Wohnfläche. Sie findet bei der Betrachtung nicht statt.

Außenbereiche

Ein Balkon oder eine Terrasse werten die Lebensqualität deutlich auf. Doch diese Bereiche sind ganzjährig nur mit Einschränkungen nutzbar. Grundsätzlich fließen sie lediglich zu 25% in die Wohnfläche ein. Verfügen sie über eine außerordentlich hohe Qualität, ist auch eine Anrechnung von 50% denkbar.

Besondere Flächen

Des Weiteren sind bei der Wohnflächenberechnung ein Pool sowie nicht beheizbare Wintergärten zu berücksichtigen. Diese zählen anteilig zu 50% in die Wohnfläche ein.

Abweichung der Wohnfläche zum Mietvertrag

Führst Du selbst eine Berechnung der Wohnfläche durch, könntest Du dadurch feststellen, dass eine Abweichung zu den Angaben im Mietvertrag auftritt. Möglicherweise fällt Deine Wohnung kleiner aus, als dies im Mietvertrag festgelegt ist. Dadurch ist die gezahlte Miete eigentlich zu hoch, sodass eine Anpassung wünschenswert ist.

Doch ganz so einfach ist dieses Vorhaben nicht. Denn laut BGH-Urteil (ZR 144/09[2]http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=51512&pos=0&anz=1 ) ist bei der Berechnung der Wohnfläche eine Toleranz einzuhalten. Abweichungen von 10% berechtigen demnach noch nicht zu einer Reduzierung der Mietzahlungen. Diese musst Du akzeptieren und darfst keinesfalls einfach die Miete verringern.

Mietzahlungen reduzieren

Eine geringfügige Abweichung der Wohnfläche zum Mietvertrag ist hinzunehmen. Beträgt die Differenz jedoch mehr als 10 Prozent, darfst Du entweder das Mietverhältnis fristlos beenden oder die Mietzahlungen entsprechend anpassen. Fordere zudem die zu viel gezahlte Miete zurück.

Ist die Differenz jedoch schwerwiegender und überschreitet den Toleranzbereich von 10%, könnte eine Reduzierung der Mietzahlung denkbar sein. Im ersten Schritt solltest Du einen Sachverständigen hinzuziehen, welcher die Wohnung ausmisst. Dadurch lässt sich eher belegen, ob Dein Verdacht zutrifft und die Wohnfläche wesentlich kleiner ist als im Mietvertrag angegeben.

Anteilig der Differenz ergeben sich verschiedene Optionen. Du könntest die Mietwohnung fristlos kündigen und die zu viel gezahlte Miete zurückfordern. Möchtest Du das Mietverhältnis fortsetzen, ist eine Reduzierung der Miete in Höhe der Abweichung möglich. Die zu kleine Wohnung stellt einen Mangel dar, weshalb Dir diese Optionen zur Verfügung stehen.

Mit dem Quadratmeter Rechner den Wohnraum bestimmen

Besteht der Verdacht, dass die Wohnung kleiner als im Mietvertrag ist oder musst Du die Grundsteuererklärung anfertigen, dann nutze den hier bereitgestellten Wohnflächenrechner. Mit diesem erhältst Du einen besseren Überblick darüber, zu welchem Anteil die einzelnen Flächen einfließen und in welcher Weise diese zum Wohnraum zählen.

Bist Du Dir unsicher, dann lasse die Wohnflächen von einem Sachverständigen ausmessen. Auf diese Weise erhältst Du eine sichere Angabe über die Wohnfläche und musst nicht dem Grundriss vertrauen.

Häufige Fragen

Um Deine Wohnfläche zu berechnen, misst Du die Länge und Breite jedes Raumes in Deiner Wohnung. Multipliziere diese Maße, um die Fläche jedes Raumes zu erhalten. Addiere dann die Flächen aller Räume zusammen, um die Gesamtwohnfläche zu ermitteln. Beachte dabei, dass Du Nischen, Schrägen oder unregelmäßige Formen berücksichtigst, indem Du sie in rechteckige oder quadratische Bereiche aufteilst. Runde die Ergebnisse auf volle Quadratmeter. Diese Berechnung ermöglicht eine genaue Bestimmung Deiner Wohnfläche.

Du kannst eine Wohnflächenberechnung selbst durchführen, indem Du die Länge und Breite jedes Raumes misst und die Fläche jedes Raumes berechnest. Achte darauf, auch unregelmäßige Formen zu berücksichtigen, indem Du sie in rechteckige oder quadratische Bereiche aufteilst. Summiere dann die Flächen aller Räume, um die Gesamtwohnfläche zu erhalten. Die Berechnung erfordert sorgfältige Messungen und einfache mathematische Operationen, um eine genaue Wohnflächenbestimmung zu ermöglichen.

Um die Wohnfläche für die neue Grundsteuer zu berechnen, misst Du die Länge und Breite jedes Raumes Deiner Wohnung oder Deines Hauses. Multipliziere die Maße, um die Fläche jedes Raumes zu erhalten. Berücksichtige unregelmäßige Formen, indem Du sie in rechteckige Bereiche aufteilst. Addiere die Flächen aller Räume, einschließlich Flure und Treppen, um die Gesamtwohnfläche zu ermitteln. Runde die Ergebnisse auf volle Quadratmeter. Diese Berechnung bildet die Grundlage für die neue Grundsteuer.

Zur Wohnfläche zählen alle Räume innerhalb Deiner Wohnung oder Deines Hauses, die zum Wohnen genutzt werden können. Dazu gehören Wohnzimmer, Schlafzimmer, Küche, Badezimmer sowie eventuell Flure und Dielen. Jedoch werden Räume wie Keller, Dachboden, Garagen oder Abstellräume in der Regel nicht zur Wohnfläche gerechnet. Ebenso sind Räume mit geringer Raumhöhe oder solche, die nicht dauerhaft bewohnbar sind, oft von der Wohnflächenberechnung ausgenommen.

Sebastian Jacobitz

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert