Auf einen Blick

  • Die Hausverwaltung übernimmt sämtliche Aufgaben, die mit der Vermietung im Zusammenhang stehen
  • Die durchschnittlichen Kosten liegen zwischen 22 und 27 Euro pro Einheit
  • Je mehr Einheiten verwaltet werden, desto geringer sind die Kosten pro Einheit

Die Verwaltung einer Immobilie geht mit einigen Aufgaben einher. Du musst Dich um die Angelegenheiten der Mieter kümmern und sicherstellen, dass das Gebäude in einem gepflegten Zustand verbleibt. Dies geht nicht nur mit Kosten, sondern auch einem zeitlichen Aufwand einher.

Steht Dir diese Zeit nicht zur Verfügung, könntest Du die Aufgaben an einen externen Dienstleister auslagern. Dieser übernimmt die Leistungen für Dich, sodass Du weniger Deiner Freizeit in die Vermietertätigkeit investieren musst.

Welche Aufgaben übernimmt die Hausverwaltung und wie hoch sind die Kosten dafür? Überlegst Du eine Hausverwaltung zu beauftragen, dann informiere Dich über die Kosten, um entscheiden zu können, ob dies finanziell sinnvoll erscheint.

Aufgaben der Hausverwaltung

Die Investition in eine Immobilie wird gerne als passives Einkommen angesehen. Du kaufst eine Wohnung oder ein Haus, lässt den Mieter darin wohnen und monatlich erhältst Du die Mietzahlungen, welche Deinem persönlichen Haushaltsbudget zufließen.

Doch in der Praxis könnten bei solch einer Vorstellung eine böse Überraschung auf Dich warten. Denn als Vermieter kannst Du Dich nicht einfach zurücklehnen, sondern bist dazu verpflichtet, Dich um die Immobilie zu kümmern. So gehen einige Aufgaben[1]https://www.homeday.de/de/immobilienvermietung/rechte-und-pflichten-vermieter/ damit einher, um die Wohnqualität aufrechtzuerhalten und den gesetzlichen Bestimmungen zu entsprechen.

Tätigkeiten Hausverwalter
Verwaltung der Immobilie

Die Leistungen der Hausverwaltung sind von den Bedürfnissen des Vermieters abhängig. So lässt sich individuell vereinbaren, welche Tätigkeiten die Hausverwaltung übernimmt. Dies könnte einzelne Punkte umfassen, bis zu einer vollständigen Betreuung der Immobilie.

Im besten Fall hast Du einen Mieter, welcher langfristig in der Wohnung lebt und pünktlich die Miete überweist. Dann musst Du Dich um Reparaturen kümmern, die Nebenkostenabrechnung erstellen sowie sonstige Verwaltungsaufgaben übernehmen. Diese beinhalten etwa die Eigentümerversammlung sowie deren Bestimmungen.

Komplizierter wird es, wenn Probleme mit dem Mieter auftreten. Stört dieser den Hausfrieden oder zeigt ständig Mängel an, die nicht im Verantwortungsbereich des Vermieters liegen, geht damit ein hoher Zeitaufwand einher. Möglicherweise erfolgen die Mietzahlungen nicht mehr pünktlich, sodass rechtlicher Rat gefragt ist, um mit diesem Konflikt korrekt umzugehen.

Eine Hausverwaltung erspart Dir zum Großteil diesen Ärger. Denn sie kümmert sich um die Verwaltungstätigkeiten sowie die Angelegenheiten des Mieters. Ob sich dieses Angebot für Dich lohnt, hängt maßgeblich von den Kosten ab.

Durchschnittliche Kosten für die Hausverwaltung

Die Kosten hängen von verschiedenen Faktoren ab. Diese beziehen sich auf den Standort, die Leistungen als auch die Anzahl der Einheiten, welche verwaltet werden sollen.

Durchschnittlich betragen die Kosten für die Hausverwaltung zwischen 22 und 27 Euro pro Einheit. Eigentümer mit weniger Wohnungen müssen hierbei einen Aufpreis in Kauf nehmen. Denn die Verwaltung von nur wenigen Einheiten ist mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden. Erst bei der Verwaltung von mehr als 10 Einheiten gelten günstigere Tarife, sodass sich dies eher lohnt.

Die Preise für die Hausverwaltung bilden sich auf dem freien Markt. Gesetzlich sind hier keine Grenzen gesetzt, sodass sich ein Vergleich lohnt. Dadurch findest Du Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Dich.

Teurer ist es durchschnittlich in Ballungsräumen und beliebteren Regionen. Hier sind höhere Kosten für die Hausverwaltung zu erwarten als in Gegenden, die weniger populär sind.

Die Höhe der Kosten ist auch abhängig von den Leistungen. Bist Du bereit, bestimmte Tätigkeiten selbst durchzuführen, kostet eine Hausverwaltung weniger. Beanspruchst Du jedoch eine umfassende Betreuung, sind damit folgende Aufgaben abgedeckt:

  • Erstellung der Nebenkostenabrechnung
  • Überwachung der Reparaturen
  • Renovierung der Wohnung
  • Kontrolle der Mietzahlungen
  • Wohnungsübergabe

Triff selbst die Entscheidung darüber, welche Tätigkeiten Du an den externen Dienstleister auslagern möchtest. Befindest Du Dich in direkter Nähe zur Wohnung, könntest Du bestimmte Aufgaben selbst übernehmen, sodass die Kosten für die Verwaltung sinken.

Kosten der Hausverwaltung nicht umlagefähig

Als Eigentümer einer Wohnung darfst Du bestimmte Kostenpunkte auf den Mieter umlegen. Dieser muss dann die Kosten selbst tragen, sodass als Vermieter ein höherer Gewinn verbleibt. Hierzu zählen die Betriebskosten, welche mit der Wohnung verbunden sind.

Die Verwaltungskosten gehören jedoch nicht zu den umlagefähigen Kosten. Sie sind nicht in den Betriebskosten eingeschlossen, sodass sie vom Vermieter zu tragen sind.

Vom Vermieter zu tragen
Kosten vom Vermieter zu tragen

Die Kosten einer Hausverwaltung sind nicht umlagefähig. Für sie kommt demnach der Vermieter in voller Höhe auf. Sie reduzieren lediglich den Gewinn, sodass sich immerhin eine geringere Steuerlast ergibt.

Immerhin wirken die Kosten für eine Hausverwaltung gewinnmindernd. Somit schlagen diese nicht voll zu Buche, sondern aufgrund einer sinkenden Steuerlast ergibt sich eine geringe Erleichterung.

Günstiger wäre es dennoch, als Eigentümer sich selbst vollständig um die Immobilie zu kümmern. Denn die externe Verwaltung geht mit Gebühren einher, die stets vom Vermieter zu tragen sind.

Gebühren einer externen Hausverwaltung

Mit der Investition in Immobilien ist oftmals der Gedanke verbunden, dass die Einnahmen praktisch wie von selbst zufließen. Als Eigentümer überlässt Du Deine Wohnung und monatlich bleibt ein beträchtlicher Gewinn übrig.

Doch die Tätigkeiten als Vermieter erweisen sich nicht als ganz so simpel. Es sind verschiedene Leistungen zu erbringen, um den Zustand der Wohnungen aufrechtzuerhalten.

Erscheinen diese Aspekte wenig attraktiv, ist eine Auslagerung an eine externe Hausverwaltung möglich. Diese nimmt einige Arbeit ab, lässt sich dies aber entsprechend bezahlen.

Pro Einheit und Monat fallen Verwaltungsgebühren zwischen 22 und 27 Euro an. Für eine einzelne Wohnung lohnt sich die externe Verwaltung kaum. Erst bei rund 10 Einheiten ergibt sich eine Kostenersparnis, sodass hier die Beauftragung wesentlich sinnvoller ist.

Letztlich musst Du selbst entscheiden, ob die Kosten einer Hausverwaltung gerechtfertigt sind und deren Beauftragung eine deutliche Erleichterung darstellt. Andernfalls musst Du Dich selbst um sämtliche Aufgaben kümmern und diese Zeit in die Vermietertätigkeit investieren.

Häufige Fragen

Die Kosten für eine Hausverwaltung variieren je nach den angebotenen Dienstleistungen und der Größe des verwalteten Objekts. Im Durchschnitt bewegen sich die Kosten zwischen 20 und 30 Euro pro Wohneinheit und Monat. Dies beinhaltet in der Regel Leistungen wie die Betreuung von Mieterangelegenheiten, die Abwicklung von Reparaturen oder die Erstellung der Nebenkostenabrechnung.

Ein Hausverwalter wird besonders dann sinnvoll, wenn der Eigentümer nicht die nötige Zeit oder das Fachwissen hat, sich selbst um alle Aspekte der Immobilienverwaltung zu kümmern. Dies ist insbesondere bei größeren Immobilien oder bei Eigentümern, die nicht in der Nähe des Objekts wohnen, der Fall.

Für ein Zweifamilienhaus belaufen sich die Kosten für eine Hausverwaltung im Durchschnitt auf 480 bis 720 Euro pro Jahr. Der exakte Preis hängt jedoch von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Umfang der gewünschten Leistungen oder regionalen Preisunterschieden.

Eine Hausverwaltung darf für ihre Tätigkeiten grundsätzlich nur die im Vertrag vereinbarten Leistungen in Rechnung stellen. Dazu zählen in der Regel Verwaltungskosten sowie Kosten für die technische Betreuung des Objekts. Extra-Leistungen, wie zum Beispiel Sonderaufträge, sind gesondert zu verrechnen und müssen vorher vom Eigentümer genehmigt werden.

Sebastian Jacobitz

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